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Wechsel im Kirchenvorstand

Schleswiger Nachrichten v. 5.12.2011

Neuer Kirchenvorstand in Schuby
Schuby- Gestern wurden während der Messe in der Kirche Schuby Claus Jöns, 76 Jahre, und Ina von Samson Himmelstjerna, 72 Jahre, aus dem Kirchenvorstand verabschiedet. Claus Jöns war 15 Jahre und Irmgard von Samson war mit einer kurzen Unterbrechung 40 Jahre lang für den Kirchenvorstand ehrenamtlich tätig. Die Pröbstin Johanna Lenz-Aude sprach während der Messe beiden ein hohes Maß an Kompetenz, Weisheit und Güte zu. Allerdings seien sie ebenfalls kämpferisch und kritisch in Krisenzeiten an Problembewältigungen herangegangen. Sie seien auch in schwierigen Zeiten selbstbewusst Christ gewesen.
Die passenden Worte fand auch Pastorin Kerstin Popp. Sie bedankte sich nicht nur für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit, sondern fand auch persönliche Worte. Trotz des schon vor drei Jahren angekündigten Rücktrittswunsches von Irmgard von Samson, sei sie damals bereit gewesen, ihr Amt auch weiterhin auszufüllen. Zu Claus Jöns bemerkte sie: „Ich weiss, dass Sie ein großes Aufheben um Ihre Person nicht mögen“, aber es gebühre ihm ein besonderer Dank für den Umbau des Pastorats zu Beginn ihrer Amtszeit. Sie fühle sich in ihrem neuen Heim sehr wohl. Claus Jöns scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt.
Im Anschluss überreichen die Pröbstin und die Patorin Dankesgeschenke an die Ausgeschiedenen. In einer ergreifenden Zeremonie erhielten beide den Segen. In seinen Dankesworten betonte Claus Jöns, der auch das Angarkreuz erhielt: „Man hat immer Menschen, die einen so weit geführt haben. Et is wie´s is“.
Sowohl Irmgard von Samson als auch Claus Jöns freuen sich nun über die neuen, jungen Gesichter Frau Irmhild Lübka aus Lürschau, Frau Kerstin Hansen aus Hüsby und Frau Doktor Jessica Jienel-Winter aus Schuby im Kirchenvorstand.
Und trotz des Bedauerns über ihr Ausscheiden sehen beide der Zukunft mit lachenden Augen entgegen. Auf die Frage, warum sie damals die Ämter übernommen haben, erzählt Frau von Samson: „Ich stamme aus einem christlichen Haushalt. Auch mein Vater hat dieses Amt inne gehabt. Mit 32 Jahren bin ich dem Kirchenvorstand beigetreten, auch um nach den Kindern und dem Haushalt eine Perspektive zu haben. Man beginnt das Amt mit Illusionen, doch in schweren Zeiten sind wir zusammen gewachsen. Ich trete nun nicht von allen Ämtern zurück. Ich werde weiterhin in der Synode tätig sein.“. Ein wenig anders verlief der Beitritt für Claus Jöns. „In den Nachkriegsjahren gab uns die Religion ein Stück Zuversicht. Mein Lehrherr war damals in russischer Gefangenschaft. Er war der erste in der schlimmen Zeit, der mit uns gebetet hat und erzählte uns immer wieder, dass sie ohne Gebete die russische Gefangenschaft nicht überstanden hätten. Dann ging ich zur Domschule, unsere Eltern waren von den Kriegsjahren sehr mitgenommen. Auch hier gab die Religion Hoffnung. Nach meiner kürzlich überstandenen schweren Operation verhielt es sich ebenso.“
Beide betonen, dass das Amt eine menschliche Bereicherung sei, sehr wohl in dem Bewusstsein, dass damit auch eine Vorbildfunktion, mit der eine Gemeinde steht und fällt, verbunden ist.
(Die Kirchengemeinde Schuby dankt der Redakteurin Frau Heizel sehr herzlich für die Genehmigung, Text und Bild hier darzustellen)



Sommerkonzert Godewind

Das Konzert der Gruppe Godewind am 16. Juli war für die Kirchengemeinde Schuby ein voller Erfolg.
Mit 180 verkauften Karten war die Kirche sehr gut gefüllt, hinzu kamen die milden Temperaturen, die für einen lauen Sommerabend sorgten.
Godewind sorgte dann in dem gut 2-stündigen Konzert für steigende Stimmung. Wie erwartet musste das Publikum, das von nah und fern angereist war, im Plattdeutschen bewandert sein, um die Moderation und die Texte der Lieder zu verstehen.
Aber die Musik sprach für sich. Eine gute Mischung aus ruhigen und rockigen Klängen traf offensichtlich den Geschmack des Publikums, das durch eine letzte Zugabe der Band mit einem Potpourri aus bekannten ABBA-Songs op Platt am Schluss nichts mehr auf den Bänken hielt. - Heiner Blum



Michaelisspatzen

Musical mit den Michaelisspatzen.
Wieder einmal hatten die Michaelisspatzen viel Spaß am 13. Juni um 10.00 Uhr im Familiengottesdienst, ihr Musical den Eltern und der Gemeinde vorzustellen. Ein Hauch von Seeluft war zu spüren als die Kinder von Sonnenschein und Regenwetter in der gut dekorierten Kirche sangen. Sie erzählten wie Jesus im Boot einschlief, obwohl der Wind die Wellen ins Boot schlug und der Donner am Himmel dröhnte. In tollen Solostimmen und im gemeinsamen Chorgesang (manchmal auch mit den Eltern) hatten wir einen schönen Gottesdienst. Ich freue mich immer wieder, mit wie viel Elan die Kinder an Musik und Text herangehen, um eine biblische Geschichte in Szene zu setzten. Dabei entdecken wir, dass wir einen großen, guten Gott haben, der uns Leben schenkt.
Danke, an Kinder und Eltern, die sich mit mir auf Entdeckungstour begeben.
Karin Petersen.



Familiengottesdienst am 31.1.2010

Die Mitarbeiterinnen des Kiga Schuby haben zusammen mit Pastorin Popp einen Familiengottesdienst zum Thema "Du hast uns Deine Welt geschenkt" vorbereitet. Trotz verschärfter Wetterbedingungen in diesem Wintermonat haben sich zahlreiche Familien eingefunden, um mit Gesang, Gebet und guter Laune unsere Kirche zu füllen und Gott, den Schöpfer allen Lebens zu loben. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie gewohnt unsere Kindergartenkinder sich in der Kirche bewegen. Völlig unbefangen, selbstverständlich fröhlich und andächtig gespannt erleben sie den Kirchenraum und die Feier, beteiligen sich eifrig am Gottesdienst. Lernen und Spass passen eben in der Kirche und im evangelischen Kindergarten hervorragend zusammen.





Lichterfest im Kindergarten Schuby am 05.11.09

Laternelaufen??
Aber dieses Jahr nicht mit uns, dachte sich der Kindergarten „Sternschnuppe“ aus Schuby und veranstaltete ein Lichterfest.
Um 17 Uhr sollte es los gehen, doch schon um 16.40 Uhr begann sich das Außengelände des Kindergarten zu füllen.
Überall standen Lichter: große, kleine, mittlere, einige in Laternen, viele in, von den Kindern selbst gestalteten, Gläsern.
Sogar einige Kürbisse standen hell erleuchtet im Außengelände und vervollständigten das Lichtermeer.
Um kurz nach 17 Uhr ging es dann los: die Erzieherinnen des Kindergarten gingen in einer Fackelprozession zum extra aufgeschichteten Lagerfeuer und zündeten es an, damit war das Lichterfest eröffnet.
Alle eingeladenen Eltern, Geschwister und natürlich die Kindergartenkinder versammelten sich um das Lagerfeuer, das freundlicher Weise vom Jugendfeuerwehrwart der freiwilligen Feuerwehr Schuby „bewacht“ wurde, und sangen gemeinsam Lieder.
Mittendrin setzte ein leichter Nieselregen ein, der dem Fest aber keinen Abbruch tat.
Im Gegenteil, man hatte eher das Gefühl, das die Lieder lauter gesungen wurden, um damit den Regen wieder zu vertreiben.
Anschließend gab es für Alle Brötchen mit Würstchen und es wurde in gemütlicher Runde geklönt und geschnackt.
Leider machte der immer stärker werdende Regen den Anwesenden dann doch einen Strich durch die Rechnung und so wurde das Lichterfest gegen 18.30 Uhr beendet.

Text und Bild: Sabine Schmidt



Plattdeutscher Erntedankgottesdienst auf dem Otte-Hof

Schon lange war klar: Der nächste Erntedankgottesdienst sollte auf einem Bauernhof stattfinden. Familie Otte war sofort bereit, ihren Bauernhof zu Verfügung zu stellen, und im Sommer starteten die die ersten Vorbereitungen in der Gemeinde. Es gab ja auch viel zu regeln: Genügend Bänke mussten beschafft werden, das obligatorische anschließende Rübenmusessen musste organisiert werden, etc. etc. Aber Dank der Mithilfe vieler Menschen aus unseren Dörfern konnte es losgehen: Die Scheune wurde vorbereitet und geschmückt, die Erntekrone gebunden, schließlich war alles fertig und die Kirche war in die Scheune gekommen.
Die Resonanz war großartig, ca. 160 Menschen erlebten, wie Pastorin Popp, Jens Otte, die Schleibläser und der Männergesangverein Schuby mit der Gemeinde einen schönen plattdeutschen Gottesdienst feierten.
Im Anschluß an den Gottesdienst wurde mit Hilfe aller schnell und diszipliniert umgebaut - jetzt kam das Essen. Für die verbliebenen ca 140 hungrigen Besucher gab es Rübenmus satt.
Das leckere Essen, die prima Stimmung und der schöne Gottesdienst machte für alle Beteilgten klar, dass diese Veranstaltung rundum gelungen war und nächstes Jahr wiederholt werden soll. Also heißt es für das nächste Jahr wieder: Kirche sucht Bauer.

An dieser Stelle nun nochmals allen HelferInnen aber besonders der Familie Otte vielen herzlichen Dank für die Mühe und das Engagement.



Erntedank 2010 in Arenholz

Zu einem besonderen Gottesdienst hatte die Kirchengemeinde St. Michaelis Schuby am Erntedanksonntag eingeladen. Veranstaltungsort war dieses Mal nicht die Kirche in Schuby sondern die Scheune auf dem Hof der Eheleute Mannott in Arenholz. Pastorin Kerstin Popp und Pastor Jörg Christiansen konnten rd. 160 Besucher begrüßen.
In ihrer Predigt drückte die Pastorin am Beispiel eines Landwirts aus Steinbergkirche ihr Erschrecken darüber aus, wie rücksichtslos und verletzend oftmals auch auf den Dörfern miteinander umgegangen wird.
Sehr eindrucksvoll schilderte der Landwirt Bent Jensen-Nissen anschließend die derzeitige Situation der Bauern und bat darum, sich beim täglichen Handeln und beim Einkaufen Gedanken über Herkunft der Lebensmittel und Preisdumping der Discounter zu machen. „Wir Landwirte haben eine Verantwortung gegenüber unseren den Tieren, dem Land und den Menschen, die unsere Produkte konsumieren.. Ebenso hat aber auch die Bevölkerung eine Verantwortung gegenüber der Landwirtschaft.“, so Jensen-Nissen. Die Landwirte seien bestrebt, vor Ort Dinge anzupacken, eine artgerechtere Haltung der Tiere zu erreichen und Arbeitsplätze zu schaffen. „Das erreichen wir nicht, wenn wir alte Dinge konservieren, sondern nur durch neue Projekte!“.
Eingerahmt wurde der Gottesdienst mit musikalischen Beiträger der Jagdhornbläser, des Männergesangsvereins und des Schleiblasorchester.
Beim anschließenden Rübenmusessen ebenfalls in der Scheune kam manch nachbarschaftliches Gespräch zustande.
Text und die ersten 10 Bilder in der Galerie: Gisela Wolff