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Pastorin Kerstin Popp
Bahnhofstr.3
24850 Schuby

Tel.: 04621 / 4840050
email: popp@schuby.kkslfl.de

Liebe Gemeinde,
„Alles ist erlaubt, aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, denkt dabei an die anderen.„
Das ist der Monatsspruch aus dem 1. Korintherbrief Kap. 10.
Ich möchte ihn einmal auslegen für die vielen Veränderungen, die wir inzwischen auf unserem Friedhof beobachten. War es früher üblich, den Sarg mit dem Verstorbenen im Anschluss an die Trauerfeier auf dem Friedhof zu bestatten, nehmen heute die Einäscherungen immer mehr zu.
So wächst der Urnenfriedhof und die Familiengräber werden kleiner oder verschwinden ganz. Daher die vielen kleinen Freiflächen inmitten der Grabreihen.
Manche legen schon zu Lebzeiten fest, dass sie „unter dem grünen Rasen„ bestattet werden möchten, am liebsten ohne Grabstein, damit niemand mit der Pflege des Grabes belastet werden möge.
„Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf„ möchte ich mit Paulus zu Bedenken geben. Denn für die Angehörigen ist das Grab nicht eine „Belastung„, sondern Ort der Erinnerung und der Trauer.
Dass wir diesen Ort brauchen, merken wir erst nach der Beerdigung. Wir möchten auch kein anonymes Sammelgrab besuchen, sondern wissen, wo unser geliebter Angehöriger genau liegt, um ihm nahe zu sein.
Auf unserem Friedhof gibt es viele Symbole, die unseren Glauben an Gott und an die Auferstehung der Toten zum Ausdruck bringen und die uns in der Trauer helfen, neuen Lebensmut zu fassen:
Da sind zum einen die Pflanzen und Blumen auf den Gräbern: Symbole für das Leben und die gute Schöpfung Gottes. Da sind die Grabsteine mit den Namen, mit Worten und Daten, die zeigen: dieser Mensch ist vor Gott einzig mit seinem ganzen Leben und Wesen. Er hat ihm einen Namen gegeben mit dem Versprechen: „du bist mein„.
Dennoch haben wir in unserer Friedhofssatzung Normen festgelegt, in deren Rahmen sich die Bepflanzung, die Größe der Grabsteine und das Aussehen der Gräber bewegen sollen, denn im Tod sind wir alle gleich und vor Gott sind alle irdisch-menschlichen Unterschiede aufgehoben.
Das soll auch der Anblick der Grabreihen deutlich machen. Der Friedhof zeigt uns also die Einzigartigkeit eines Menschen und zugleich ist es ein Ort, den wir uns mit den anderen teilen. Manchmal stehen auch Fremde am Grab unserer Eltern oder Verwandten, weil sie sie gut kannten. Auch für sie gestalten wir das Grab mit. Deshalb: denkt nicht nur an euch selbst, denkt auch an die anderen.
Lasst unseren Friedhof weiterhin ein Ort des Trostes und des Lebens sein.
Ihre Pastorin Kerstin Popp

Als Vorsitzende des Kirchenvorstands habe ich vielfältige Verwaltungsaufgaben zu erledigen.
In den wenigsten Fällen bedeutet das aber trockene Schreibtischarbeit, sondern vor allem sind es viele Gespräche, die ich zu führen habe. Ob am Telefon oder in kleinen Sitzungen – immer geht es um Menschen, die von Entscheidungen und Maßnahmen des
Kirchenvorstandes betroffen sind.Deshalb habe ich auch nicht das Gefühl, durch die „Verwaltung“ der Kirchengemeinde von meiner eigentlichen Aufgabe als Seelsorgerin abgehalten zu werden. Vielmehr gehört alles für mich zusammen:
Das gute Miteinander unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserer Kirchengemeinde und unser gemeinsamer Dienst an den Menschen.Seien Sie herzlich gegrüßt,
Kerstin Popp